Mittwoch, 23. Januar 2008



Aus dem OPUS Spiel:

P R E D I G T

des Berliner Inquisitors.



Brüder und Schwestern in LONGINUS,
Verehrte Gemeinde,
Werte Gäste,

Seit Jahrhunderten herrscht ein stetiger Kampf zwischen Wissenschaft und Religion, zwischen Erneuerung und Tradition. Die Wissenschaft versucht mit allen Mitteln die Welt davon zu überzeugen, dass es keine Religion mehr braucht. Die Religion kann keine Beweise erbringen. Sie ist diffus und schwammig. Sie verlangt von ihren Anhängern zu glauben statt zu wissen.

Die Carthianer stützen sich in ihren Theorien auf die alten griechischen Philosophen. Sie sprechen von dem Ende des astrologischen Zeitalters der Fische, das unter dem Zeichen des Glaubens stand und vom Hereinbrechen des Zeitalters des Wassermanns, einem Zeitalter, dass geprägt sein soll durch eine Säkularisierung der Welt. Die Welt soll eine neue Perspektive bekommen. Viele Verfechter dieser Theorie sehen sich jetzt schon in einer Umbruchszeit - mit ihnen als die Boten dieser neuen säkularen Weltordnung.
Für den Glauben soll darin kein fester Platz mehr sein.

Und die Menschen zeigen uns, dass es scheint als habe die Wissenschaft den Krieg bereits gewonnen. Hieße das denn nicht, dass auch uns dieses Schicksal irgendwann unweigerlich bevorstehen muss? Die Wissenschaft ist der neue GOTT. Newton, Einstein und Gates sind die neuen Propheten. Medizin, elektronische Kommunikation, Raumfahrt, genetische Manipulation - das sind die Wunder der heutigen Zeit. Diese Wunder erzählen die Menschen ihren Kindern. Diese Wunder sind der Beweis dafür, dass die Wissenschaften uns auf alle Fragen eine Antwort geben können.
Die alten Geschichten von dem brennenden Dornenbusch, von geteilten Meeren und von der unbefleckten Empfängnis sind bedeutungslos geworden in der heutigen Zeit. Die Logik, das Skalpell der Wissenschaft, gemahnt uns, dass es den Überlieferungen über den Heiligen Daniel, die Thebanische Legion und LONGINUS, der von GOTTES Hand verdammt wurde, nicht anders ergehen kann. GOTT selbst ist obsolet geworden. Die Wissenschaft, so scheint es, hat den Kampf gewonnen. Wir sind in unserem Wesen nur zu statisch, um dies zu erkennen.

Doch dürfen wir nicht versäumen, uns den Preis des Sieges der Wissenschaft vor Augen zu halten. Insbesondere wenn die Zeit für uns langsamer verläuft. Denn wenn die Logik uns sagt, dass uns dasselbe Schicksal ereilen muss und wird, so sagt sie uns doch auch, dass der Kampf noch nicht vorbei und damit noch nicht entschieden ist!

Die Wissenschaft mag das tägliche Elend gelindert und die Arbeit erleichtert haben. Sie mag eine Vielzahl an Geräten gebracht haben, die das Leben bequem und unterhaltsam gestalten, doch sie hat uns zugleich eine Welt ohne Ordnung beschert. All diese Entwicklungen lenken uns nur weiter von GOTT ab. Ich will sie nicht alle verteufeln. Sie erleichtern auch uns unsere Arbeit und sicheren unsere Existenz. Doch die Wissenschaft raubte uns den Glanz GOTTES.
Unsere Sonnenuntergänge bestehen nur noch aus Wellenlängen und Frequenzen. Die Komplexität unseres Universums ist aufgeteilt in eine Reihe mathematischer Gleichungen. Sogar der Selbstwert der Menschen und unserer Art wurde zerstört. Die Wissenschaft behauptet, dass die Erde und die Menschen darauf nichts weiter sind als ein bedeutungsloser Fleck in einem viel größeren Ganzen. Ein kosmischer Unfall.

Die Technologie, die uns zu vereinen versprach, teilt uns. Selbst fast jeder von uns ist heutzutage elektronisch mit der ganzen Welt verbunden. Selbst diejenigen unter uns, die die Nähe der Menschen suchen, so fehlgeleitet dieses Denken auch sein mag, haben in dem Internet eine Möglichkeit des anonymen Austauschs mit ihnen gefunden und doch fühlen wir uns einsamer als je zuvor, denn je mehr Wege uns die Technologie bietet, desto weniger sprechen wir von Angesicht zu Angesicht miteinander. Unsere Welt besteht aus Gewalt, Zwist, Teilung und Betrug. Skeptizismus hat sich zu einer Tugend entwickelt. Zynismus und die ständige Forderung nach Beweisen sind zu aufgeklärtem Gedankengut aufgestiegen. Ist es ein Wunder, dass die Jungen unter uns heute mutloser und niedergeschlagener sind als je zuvor? Gibt es irgendwas, das der Wissenschaft heilig ist? Sie sucht nach Antworten, indem sie mit ungeborenen Föten experimentiert. Sie maßt sich an, die Erbsubstanz des Menschen zu manipulieren. Sie zerschmettert GOTTES Welt in immer kleinere Bruchstücke, auf der Suche nach dem Sinn - und alles, was sie findet, sind weitere Fragen.

Wenn die Wissenschaft gewonnen hat, so war ihr Sieg ohne Recht. Sie hat nicht gewonnen, indem sie Antworten geliefert hätte, sondern sie hat gewonnen, indem sie die menschliche Gesellschaft so radikal verändert hat, dass die Wahrheiten, die einst uns als leuchtende Wegweiser gegeben waren, heute als unzutreffend und bedeutungslos dastehen. Die Religion kann nicht mithalten. Die Wissenschaft wächst explosionsartig und vermehrt sich wie ein Virus. Jeder neue Durchbruch öffnet Türen für weitere Durchbrüche. Die Menschheit benötigte Jahrtausende, um den kurzen Weg vom Rad zum Automobil zurückzulegen, doch vom Automobil zur Raumfahrt waren es nur ein paar Jahrzehnte. Heute wird wissenschaftlicher Fortschritt in Wochen gemessen. Die Welt gerät außer Kontrolle. Der Abgrund zwischen den Menschen wird tiefer und die Verbindung zu ihrem Schöpfer immer dünner. Die Menschheit ist gefangen in einem spirituellen Nichts. Ohne Führung. Ohne Halt. Sie hat sich selbst den Funken GOTTES in ihrem Herzen abgetötet und das Schweigen Seiner Stimme hinterlässt in ihnen eine unsagbare Leere. Sie sehnen sich nach einer Bedeutung. Wir schreien danach!
Wir suchen nach einer Erlösung von der Verdammnis, die wir auf uns geladen haben und beschreiten dabei Wege über Wege. Manche versuchen sich selbst zu transformieren - und bewegen sich dabei immer weiter von GOTT weg. Andere predigen jeder könne zu einem Gott oder Halbgott aufsteigen über äonenalte Geheimlehren und sie übersehen dabei, dass GOTT doch in ihrem Herzen ist und dass es keine ältere Weisheit gibt, als die dessen, der uns erschaffen hat. Das sind die verzweifelten Rufe der modernen Seelen, einsam und gequält, verkrüppelt durch ihre eigene Erleuchtung und ihre Unfähigkeit, Bedeutung in irgendetwas zu erkennen, das abseits von Technologie und Fortschritt zu finden ist. Dabei suchen sie nach neuen Wegen oder interpretieren alte vergangene Wege neu und übersehen dabei, dass es einen Glauben gibt, der heute noch lebendig ist. Ein Glaube der keine New Age-Bewegung braucht, um zu leben. Ein Glaube, dessen Kirche immer stets die Pforten geöffnet hat für jene, die bereit sind zuzuhören.

Die Wissenschaft sagt, sie würde uns retten. Ich sage, sie läuft Gefahr uns zu zerstören. Ihre Errungenschaften, die sie zur Rettung der Menschheit suchen, werden ein ums andere Mal pervertiert, um daraus Massenvernichtungswaffen zu gewinnen. Doch ist es die Kirche, ist es der Glaube, der das tut?
Die Wissenschaft hat ihre Versprechen nicht eingelöst. Wer ist dieser Gott der Wissenschaft? Was ist das für ein Gott, der seinem Volk Macht anbietet, aber kein moralisches Rahmenwerk, das ihm sagt, wie diese Macht benutzt werden soll? Was ist das für ein Gott, der einem Kind Feuer in die Hand drückt, ohne ihm zu erklären, dass es sich verbrennen kann? Die Wissenschaft ist rational und logisch. Sie ist frei von jeglicher Moral und weißt damit jede Verantwortung von sich. Sie haben es nur erschaffen, es ist nicht ihre Schuld, wie es am Ende eingesetzt wird. Wissenschaftliche Bücher zeigen uns, wie man eine nukleare Reaktion in Gang setzt, doch es gibt kein Kapitel, in dem wir gefragt werden, ob es eine gute oder eine schlechte Idee ist.

Ist der Glaube und die Religion also wirklich überflüssig geworden? Wird es für die Dunkle Kirche oder die Kirche an sich also keinen Platz mehr im Zeitalter des Wassermanns mehr geben? Wird die einzige Antwort einer neuen säkularen Weltordnung auf diese Fragen nur sein: Zeigt uns doch den Beweis, dass es einen GOTT gibt?
Nehmt Eure Teleskope und schaut hinauf zu den Sternen und dann sagt mir, wie es keinen GOTT geben kann! Wie kann die Wissenschaft GOTT bei all ihren Forschungen denn übersehen? Die Wissenschaft sagt, dass die kleinste Veränderung in der Gravitation oder dem Gewicht eines Atoms unser Universum zu einem leblosen Nebel gemacht hätte statt zu einem endlosen Meer aus Himmelskörpern, die alle einem Uhrwerk gleich verbunden sind und doch kann sie darin nicht GOTTES Hand erkennen? Ist es soviel einfacher zu glauben, dass wir zufällig das Hauptlos unter abermillionen anderen gezogen haben? Sind wir spirituell so verkümmert, dass wir lieber an eine mathematische Unmöglichkeit glauben, als an eine Macht, die größer ist als wir?

Sind wir wirklich überflüssig geworden? Brauchen all die Seelen, die entgegen besseren Wissens in die Verdammnis gerissen werden, keine Führung im Requiem mehr? Haben sie keine Fragen mehr, auf die sie eine Antwort suchen? Brauchen sie keinen Sinn und Zweck mehr für ihr Requiem? Keine Richtung, die ihnen gewiesen wird?
Was ist denn das Streben nach Macht und die Politik des Danse Macabres denn anderes als die Suche nach einem Sinn im Requiem, nach einem Grund um in der kommenden Nacht weiterzumachen? Suchen denn die Carthianer nicht auch nur aus dem Grund nach einem Gesellschaftssystem für unsereins, das in ihren Augen besser geeignet ist, um ihrem Dasein, ihrem Requiem einen Sinn zu geben? Und ist diese Suche nicht daraus geboren, dass sie an ihre Ideale glauben? Suchen sie nicht deswegen, weil die Wissenschaft ihnen gesagt hat, dass es keinen GOTT gibt und sie dieser Behauptung Glauben schenken? Obwohl die Wissenschaft genauso unfähig ist, diese Behauptung mit Beweisen zu zementieren.

Ich sage nicht, dass die Carthianer die Feinde des Glaubens sind. Ich frage sie nur, ob sie der Meinung sind, dass unsere Welt keinen Glauben mehr braucht. Ist diese Theorie von dem Wechsel der astrologischen Zeitalter so hundertprozentig, dass es keine Kirche mehr braucht?
Muss die Wissenschaft der Feind des Glaubens sein oder könnten nicht vielmehr beide gemeinsam ein Loblied an die Schöpfung singen.
Die Carthianer sind nicht die Feinde des Glaubens, ebenso wenig wie es der Invictus ist. Aber ist es denn nicht gerade in dieser Zeit wichtig, das Dunkle Werk zu begehen? Müssen wir nicht unsere Anstrengungen verdoppeln oder uns zumindest fragen, ob wir wahrhaftig für unseren Glauben tun, was wir tun können? Denn am Ende tun wir es doch auch für uns.
Ich habe gesagt, dass der Kampf noch nicht verloren ist! Wir können noch kämpfen! Unser Glaube ist unser Schild, das Dunkle Werk ist unsere Waffe. Wir können den Glauben der Menschen wieder entfachen, wenn wir einer Geißel gleich, voller Inbrunst und ohne Gnade auf sie niederfahren. Wenn wir ihnen die Augen öffnen! Der Glaube ist kein Jackett, das unbequem und zu eng geworden ist. Der Glaube ist unser Schild! Der Glaube ist der Balsam für unsere Seelen.

Amen.

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Montag, 21. Januar 2008



Aus dem OPUS Spiel:

B E K E N N T N I S

eines Zirkels zum Glauben.



Kommet an den Anfang der Zeiten
Zum Beginn des Zaubers
Welcher aller Wesen Seele bindet
Zu Entdecken der Ahnen geheimes Wissen
Dessen Widerhall in uns erklingt
Wen wir lauschen zu der Mutter`s Stimme
Die Traum und Wirklichkeit sich einen lässt
Auf dass unser Kreis sich weite
und die Mutter ihren Segen über ihrer aller Kinder breiten möge

So möge es sein!

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Dienstag, 15. Januar 2008



Aus dem OPUS Spiel:

G E D A N K E N

eines Carthianers zum
Zeitalter des Wassermanns.



Vielleicht ist dem ein oder anderen der Begriff "New Age" bekannt. Weit weniger Menschen (und Vampiren) bewusst ist, welches Zeitalter (Age) mit dem Begriff gemeint ist:

Das Zeitalter des Wassermanns

Was ist das? Und was hat es mit uns,
der Carthianischen Bewegung, zu tun?

Wie entsteht ein Zeitalter?

Das sogenannte platonische Jahr umfasst 25 800 Jahre und lässt sich auch astronomisch nachweisen durch die Bewegung des Frühlingspunktes rückwärts durch den Tierkreis.

Aufgrund der Neigung der Erdachse und der Kreiselbewegungen der Erde wandert der Frühlingspunkt innerhalb von 25 800 Jahren einmal durch den Tierkreis. So entstehen zwölf Unterabschnitte des platonischen Jahres, sogenannte Weltenmonate oder astrologische Zeitalter, wovon das Wassermannzeitalter eines ist.

Es ist ein kleiner Zyklus, obwohl wir es natürlich als sehr groß empfinden: Nur 2150 Jahre - eingebettet in größere kosmische Gesetzmäßigkeiten - hat jedes Zeitalter.

Was bedeutet Zeitqualität?

Die Lehre von der Zeitqualität besagt, daß die Zeit bestimmte Inhalte in sich trägt. Zu bestimmten Zeiten, die diesen Inhalten entsprechen, drücken diese sich dann aus. Ein Beispiel: Karottensamen, die im Winter gesät werden, werden nicht wachsen. Jeder würde sagen, die Zeit ist noch nicht reif dafür. Dies ist mit dem Begriff Zeitqualität gemeint, jeder Zeitpunkt läßt nur bestimmte Inhalte zu. So lehrt schon das Alte Testament: Ein jegliches hat seine Zeit und seine Stunde. Es gibt eine Zeit der Geburt und eine Zeit des Sterbens, eine Zeit zu weinen und zu lachen, eine Zeit zu lieben und zu hassen.

Was bedeutet es für uns, in dieser Zeit zu leben?

Das Wassermann-Zeitalter ist eines von insgesamt zwölf Zeitaltern, die sich aus dem Tierkreis ergeben. Vorläufer davon waren Stier-, Widder- und Fische-Zeitalter. Da wir nun (seit etwa 1950) in jener Übergangsphase zwischen Fische- und Wassermann-Zeitalter leben, stellt sich uns die Frage, was das denn konkret für uns bedeutet.

Die Vergangenheit:
Das Fische-Zeitalter (200 v.Chr. bis 1950 n.Chr.)


Das Grundprinzip der Fische beschreibt die Auflösung des Vordergründigen, die Transzendenz, größtmögliche Entfernung vom Realen und die Auflösung des Stofflichen und Irdischen. Wir streben die Verbindung mit dem Göttlichen auf mystische oder unbewusste Weise an.

Deshalb entsteht bei den Menschen - im Gegensatz zum vorangegangen Widder-Zeitalter - eine große Sehnsucht nach Erlösung. Interessant ist, dass im Judentum die Erwartung und der Ruf nach einem Erlöser in den Vordergrund tritt. In anderen Religionen, die in der Widderzeit entstanden sind, wie z.B. im Buddhismus, dem der Gedanke an einen Erlösergott ursprünglich fremd ist, kommt es im Fische-Zeitalter ebenfalls zu göttlichen Erlöserformen. Aus einem Grundbedürfnis der Menschheit heraus kommt es zur Entstehung von mystischen Erlösern auch im Islam und Christentum.

Wir stellen fest, dass im Fische-Zeitalter mystische Schau nur hauchdünn von religiöser Selbsttäuschung getrennt ist. Das sind wieder zwei Seiten von ein und derselben Münze, nämlich dem Fischeprinzip.

Ein weiteres Zeichen der Zeit ist die Rückkehr in die Einsamkeit und Stille. Obwohl es dies in allen Epochen gab, wie z.B. bei indischen Asketen, die in die Wälder gingen, entsteht daraus jetzt ein kollektives Selbstgefühl und Bedürfnis der Menschen. Daraus entsteht etwas, was vorher den Religionen fremd war. Mönchstum, das nicht wie früher als Außenseitertum betrachtet wird, sondern als Hauptkulturträger. Mönche und Klöster werden zum wichtigsten Kulturfaktor dieser Zeit.

Das Gegenzeichen (am Deszendenten) ist die Jungfrau. Es geschieht etwas Merkwürdiges, wenn ein Prinzip zu sehr in eine Richtung zieht, kommt es als natürliches Regulativ zu einer Hinwendung zum Gegenzeichen, um die Kultur wieder ins Lot zu bringen. Eine Art Pendelbewegung entsteht durch den Ausschlag von einer zur anderen Seite.

Im zweiten Teil der Fische-Epoche kommt es daher zu einem starken Ausdruck des Jungfrauprinzips, nämlich des rationalen oder verwertenden Nützlichkeitsdenkens, das in seinen negativen Formen bis hin zur heutigen Ausbeutung der Welt und allem, was auf ihr ist, führt. Es beginnt mit der Epoche der Aufklärung und führt über den Positivismus zum Materialismus der heutigen Zeit. Alles wird dahingehend untersucht, welchen Nutzen es hat. Nur das Mess- und Wägbare wird akzeptiert, das Individuum auf Amt, Titel, Abstammung reduziert, geistige und transzendente Wirklichkeiten negiert man.

Noch eine kleine Ergänzung: Im Hebräischen ist das Wort für Fisch eine Umschreibung für Erlöser und Messias. Das Symbol für Fisch wurde auch von den Urchristen in den Katakomben von Rom verwendet. Auch Jesus suchte sich die ersten Jünger unter Fischern und nannte sie Menschenfischer. Das Fischessen als religiöse Handlung am Aschermittwoch und Karfreitag könnte auch unter diesem Aspekt zu betrachten sein. Die Entwicklung der Kulte der Jungfrau Maria in der zweiten Hälfte des Fische-Zeitalters könnte in Beziehung zum Deszendentenzeichen stehen.

Die Zukunft:
Das Wassermann-Zeitalter


Die nächste Epoche ist das Wassermann-Zeitalter (1950 - 4100 n.Chr.). Es steht für die Aufhebung der Gegensätze, die Entpolarisierung, die Erhebung aus der Verfangenheit im Subjektiven. Als Symbol steht der Vogel, der sich in die Lüfte erhebt, einen hohen Standpunkt einnehmen kann und dort feststellt, dass die Polaritäten ein und dasselbe sind, nämlich auf einer Ebene liegen und zusammengehören.

In den Lüften ist es klar und kühl, so bestimmt eine klare Geistigkeit als kollektive Strömung das Wassermann-Zeitalter. Dies steht im krassen Gegensatz zur mitfühlenden, sentimentalen, emotionalen Haltung im Fische-Zeitalter.

Die Aufhebung der Gegensätze führt zu einer starken Zerrissenheit, die an unseren Kräften zehrt. Symbolisch sitzen wir im Wassermann-Zeitalter ständig zwischen zwei Stühlen. Der Vogelflug, gelöst aus der Verfangenheit der Materie und sich zu einem höheren Punkt bewegend, um von dort diese innere Spannung aufzuheben, kann eine Lösung sein. Psychologisch ist dies das „Sowohl-als-auch-Denken". In Extreme fallen, das ständige Streben nach Veränderung und Reformen ist das zentrale Zeichen des Wassermann-Zeitalters.

Die Wassermannzeit ist eine Zeit ohne festen Standort, mit allen Chancen und Schwierigkeiten, die darin begründet sind.

Philosophisch orientierte Bruderschaften mit freien Idealen, die durch keine staatliche oder religiöse Struktur oder Ziele begrenzt sind, sind die Kulturträger des Wassermann-Zeitalters.

Das Jetzt:
Die Übergangsphase


Zur Zeit leben wir noch in der Übergangsphase zwischen Fische- und Wassermann-Zeitalter. Kritische Grade, wie sie auch im Biorhythmus bekannt sind, sind besonders risikoreich und anstrengend. Diese Umbruchphase dauert ungefähr 300 Jahre.

200 Jahre haben wir bisher bereits hinter uns gelassen (die Französische Revolution mit den Idealen der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit war bereits die Morgendämmerung des Wassermann-Zeitalters), bis ins Jahr 2100 wird sich diese Dämmerungsphase hinziehen.

Wir, die Carthianische Bewegung, sind Kinder dieser Umbruchphase. Unsere Entstehung als Bund und allumfassende, wachsende Bewegung fällt mit dem Beginn der Umbruchphase zum Zeichen des Aquarius exakt zusammen.

Wie an einer Tür klammert sich auf der einen Seite noch das Fische-Zeitalter fest, und auf der anderen Seite steht bereits das Wassermann-Zeitalter und pocht heftig dagegen. Wenn die Türe aufgeht, bekommen sie sich in die Haare. Diesen Kampf erleben wir derzeit. Wenn diese großen, gigantischen Urprinzipien miteinander ringen, kommt es zu einer Beschleunigung der Zeit, zu einer Art Strudel, wo alte und neue Werte sich treffen. Neues ist noch nicht richtig entstanden, und Altes will sich halten. Fanatismen, Dogmatismen, Fundamentalismus, aber auch Unsicherheiten und Ängste prägen unsere Epoche. Die Veränderungen gehen - wie oben, so unten - sogar bis zu Klimaverschiebungen und Katastrophen auf der physischen Ebene der Erde.

Die Lehre der Zyklen

Nun fragen wir uns natürlich, wo unsere Möglichkeiten sind, hier einzuwirken: Was können wir tun?

Wir können die Geschichte bzw. die Zeit mit einem Strom vergleichen. Wie schon Heraklit sagte: Panta rei, alles fließt. Niemand kann zweimal in denselben Fluss steigen.

Der Strom der Geschichte fließt in der Übergangsphase vom Fische- in das Wassermann-Zeitalter. Und es gibt nichts, was der Invictus, das Sanktum, die politischen Führer der Kinder des Tages oder sonstwer dagegen tun könnte!

Stellen wir uns das bildhaft anhand einer Flussbiegung vor, in der natürlich immer stärkere Strömungs- und Zentrifugalkräfte, aber auch Strudel, wirken.

Das Schiff des Danse Macabre, das voll beladen mit unseren Wertvorstellungen aus dem Fische-Zeitalter ist, steuert auf diese Biegung zu. Diese Wertvorstellungen und Meinungen hatten früher einmal Gültigkeit, sind aber jetzt zum Teil nur Ballast. Hinter der Biegung ziehen uns die Strömungskräfte nach außen, und durch unser Bestreben, alles festzuhalten, besteht die Gefahr, in den Strudel zu geraten, zu kentern und alles zu verlieren, was wir auf dem Schiff besitzen. Andere kommen vielleicht auf die Idee, das ganze Boot zu verlassen, auszusteigen, um zumindest ihre Haut zu retten. Auch sie werden an den Ufern des alten Zeitalters angetrieben und zurückgelassen.

Wir können jedoch einige Dinge über Bord werfen, die wir nicht mehr brauchen können.

Symbolisch heißt das, den alten Ballast zu opfern, um die Hände frei zu haben. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: „Wer etwas loslässt, hat zwei Hände frei". Das wären z.B. alte, überkommene Einstellungen und angenommene Denkstrukturen, die uns oftmals in unserem Wachstum behindern. Dann können wir das leichter gewordene Schiff, in dem sich nur noch einige wichtige, zeitüberdauernde Werte befinden, steuern und die Innenkurve der Geschichte nehmen. Wir verlieren weder unsere wesentlichen Traditionen noch unser vampirisches Urwesen. Den Fluss so zu befahren ist sehr anstrengend, da die Strömungskräfte nach außen ziehen. Jedoch mit ein bisschen Mut, Kraft und Geschicklichkeit können wir gut durch die Biegung fahren und kommen mit Schwung und Elan auf der anderen Seite, im nächsten Zeitalter an. Und so können auch die bleibenden, zeitüberdauernden Werte gerettet werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Zustand und die Vorbereitung der Mannschaft. In Zeiten, in denen das Floss unseres Lebens auf gerader Bahn steuert, sind unsere Fähigkeiten nicht besonders gefordert, was zur Folge hat, dass man oft träge und unvorbereitet ist. In Krisenzeiten brauchen wir aber Stärken und Tugenden, wie z.B. Mut, Großzügigkeit, Toleranz, Ausdauer, Aufmerksamkeit, Entschlusskraft usw. Was für das kleine individuelle Schiff unseres eigenen Requiems wichtig ist, gilt erst recht für das große Schiff unseres Danse Macabre. So wie ein Sportler sich bereits vor dem Wettkampf oft jahrelang vorbereitet, müssen auch wir unsere inneren Kräfte und Stärken, die Tugenden im Alltag entwickeln, um auf Zeiten der Krise - was im übrigen soviel wie Wendezeit bedeutet - eingestellt zu sein.

Werden wir also zu Philosophen, zu Meistern unseres eigenen Requiems. Das ist die beste Art, sich auf die großen und kleinen Krisen der Zeit vorzubereiten.

Die Carthianische Botschaft

Wir sind Herolde des bereits Zeitalters des Wassermanns.
Wir sind das Kommende, die Zukunft. Die rechte Zeit für unsere Gedanken ist jetzt, und selbst die Sterne geben uns darin recht und bestätigen es! Es ist Zeit, das Zeitalter der Veränderung und des Loslassens, der Philosophie und des Denkens zu umarmen, und uns der Relikte vergangener Zeitalter zu entledigen.

Das Zeichen der Fische sagt: "Glaube mir".
Das Zeichen des Wassermanns sagt: "Überzeuge mich."


Das Kernelement der Fische ist das Asketentum und die klösterliche Einsamkeit. Das Kernelement des Wassermannes ist die Gruppe und Gemeinschaft der Gleichen, wie sie das Internet vor unseren Augen gerade hervorbringt.

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Donnerstag, 10. Januar 2008



Aus dem OPUS Spiel:

G E D A N K E N

eines Invictus-Mitgliedes über eine Hofsprache.



(Anmerkung: Der Invictus gilt zu Recht als der Dunkle Adel der Verdammten. In diesem (angeblich) Ältesten aller Bünde versammeln sich all jene, welche die Vervollkommnung ihrer Macht zum Glauben erhoben haben.)


Edle des Ersten Standes,

schon eine ganze Zeit lang bin ich mit mir im Uneinen, was die Sprache der Kinder der Nacht angeht. Gewiss ist sich jeder des Invictus dessen bewusst, dass die Titel, Orden und höfischen Anleihen, derer wir vom Hohen Stande uns bedienen, zunächst und vor allem auch den Grund haben, uns vom Pöbel abzuheben.

Da wir in der Macht und somit der Pflicht stehen, das Hofgebaren und den Umgang der Kinder der Nacht von Stande zu gestalten und somit für alle Zeit auf eine höhere, edlere Stufe zu heben, daran sich der Pöbel orientieren und verzehren mag, kommen wir da nicht umhin, auch die Frage einer Hofsprache aufzuwerfen?

Man erschrecke nicht: Gewiss ist es nicht meine Absicht, das Französische hier einzuführen, um es somit dem deutschen Adel früherer Nächte nachzutun. Beileibe nicht. Es wäre der preußischen Tradition, wiewohl diese auch ihre francophilen Vertreter hatte – Friedrich, darunter – wohl nicht sehr entsprechend, würden wir im Invictus uns des französischen Zeremoniells bedienen.

Nein, wovon ich eher sprechen möchte, sind kleine, feine, dafür aber umso wertvollere Feinschliffe an der Sprache der Kinder der Nacht, welche dieser Nächte bestimmt ist von einem Kauderwelsch zahlloser Termini, die so gar nicht zu unserem hohen Wesen passen möchten.

Ich will ein Beispiel nennen: Der Ghul.

Dies Wort steht in seiner Gestalt für einen Totenzehrer aus orientalischer Mythologie. Dem Begriff haftet etwas Grobschlächtiges, Tierhaftes an. Ein Ghul, das klingt einem wie ein Zombie, ein geistloses Wesen, ein Tier, etwas ebenso schändlich Unreines wie Unwertes. Und gewiss: In der Dienerschaft des Pöbels mag sich solcherlei Gewürm befinden. Aber in der unsrigen?

Ich frage: Ist ein Mensch, in den wir den dunklen Keim unserer selbst pflanzen, den wir mit Bedacht wählen, den wir – oft über lange Zeit – nähren und fördern, dessen sterbliche Straße wir ebnen, den wir mit einem Schatten unserer dunklen Macht ausstatten, ist ein Diener unseres Standes denn ein Ghul?

Ist er nicht viel mehr just das: Ein E r w ä h l t e r ?

Ich bin der Auffassung, dass ebenso wie wir eine andere Klasse darstellen als ein Vampir außerhalb unseres Bundes unsere Dienerschaft, schon ob der unleugbaren Tatsache, durch unser edles Blut genährt und von uns persönlich ausgebildet und geschaffen zu sein, etwas ungleich Wertvolleres als ein blutbrünstiger Sklave ist.

Und ich bin der Ansicht, dass wir dieses Bewusstsein dafür, eine edlere, höhere Klasse von Dienerschaft zu sein, wir den Erwählten des Ersten Standes auch zukommen lassen sollten, auf dass auch sie, selbst sie, die Glorie und Pracht des Ersten Standes stärken, die Macht unseres Bundes mehren und jedem, auch der Dienerschaft der Standeslosenn, mit aller Deutlichkeit vor Augen führen, dass Größe und Kultur in der Nacht einzig aus der dunklen Lohe unseres Glanzes geboren wird.

In gleichem Zuge habe ich vorzuschlagen, in Teilen auch nur auf alte Zeiten zu erinnern, die folgenden Worte, welche – so sie die Zustimmung des Hauses und Bundes erfahren – Eingang in die Mode unseres Standes finden mögen:

A s p e k t – die Art und Ausprägung einer G a b e (s.d.)

(Dunkle) G a b e – Die besonderen, mystischen Fähigkeiten des Vampirs, wie etwa die Gabe der Unsichtbarkeit, die Gabe der Kraft oder der Schnelligkeit. Jede Gabe kann unterschieden werden in einzelne A s p e k t e, wenn man so will konkrete Kräfte, die aber wie die Familien eines Clanes eben zu einer Gabe als Quell und Richtung gehören. Die Gaben wären zu scheiden nach:
* Sinnesgaben (sensorische Gaben)
* Herzensgaben (emotionale Gaben)
* Geistesgaben (spirituelle Gaben)
* Leibesgaben (physische Gaben)
* Gedankesgaben (mentale Gaben)

Der Kuss des H a d e s – Die Erschaffung bzw. Werdung eines Vampirs. Also der Begriff des Kusses wie zuvor, doch erweitert um den Begriff des Totenreiches, welches uns wahrhaftig geküsst hat. Siehe auch die W i d e r g e b u r t.

H o f e p o c h e – Ausdruck für die Zeitalter des vampirischen Hofes von Berlin. Zu unterscheiden in
* die Epoche der N e b e l (vor 1648 )
* die Epoche der H ö f e (1648-1750)
* die Epoche der D ä m m e r u n g (1750-1850)
* die Epoche der S c h a t t e n (1850-1945)
* die Epoche der B l u t f e u e r (1945-1993)
* die Epoche der S c h ä d e l (1993-2005)
* die Epoche der D o r n e n (ab 2005)

E r w ä h l t e r – Ein Sterblicher, der von einem Vampir des Ersten Standes einen Schatten von dessen Macht erhalten hat, um ihm und dem Bund zu dienen.

F e c h t e – Bezeichung für eine Ehrenklinge, die speziell für einen Vampir des Ersten Standes gefertigt und in seinem Blute abgelöscht wird. Die Fechte ist Zierrat auf höfischen Treffen und die einzig akzeptable Waffe des H a d e s t a n z e s des Ersten Standes zu Berlin.

H a d e s t a n z – Ein Ehrenduell und Kampf auf Existenz und Vergehen, zwischen zwei Vampiren. Der Hadestanz folgt einem formellen Procedere und wird mit speziellen, vorbereiteten Klingen gefochten.

K ö n i g s s p i e l – Auch Jeux des Rois genannt, eine traditionelle Form eines Wettstreites unter Vampiren unter Aufsicht des Judex. Ein Königsspiel unterliegt bestimmten festen Regeln, bedingt eine formelle Herausforderung und wird um einen vorher festgelegten Ehreneinsatz gespielt.

S a l t a t i o – Im Vollen: Saltatio Mortis. Die gehobene Art des vampirischen Miteinander des Danse Macabre, wie er unter denjenigen des Ersten Standes geübt wird. Der Ausruf "Saltatio" ist eine Ermahnung an Anstand, Räson und Vorbild vor dem Pöbel.

S c h l e i e r der E w i g k e i t – Das Prinzip der Maskerade, aber letztlich das Lebensprinzip unsererr Art, das uns von der Welt der Menschen trennt.

S e e l e – Die spirituelle Reinheit eines Vampirs, die durch den Verfall und das Wüten der Bestie im Laufe der Zeit droht, zerstört zu werden. Treffenderer Begriff als Menschlichkeit oder Humantitas, da besagte Begriffe auf bestimmte ethische Ideale abzielen, die längst nicht von jedem Vampir geteilt werden.

S e e l e n f r e s s e r – auch: Seelenräuber. Ein Diablerist.

S e e l e n f e u e r – Auch: Seelenesse. Der heiße Wahn, der Vampire im Schlaf der Starre überfällt.

S e e l e n l o s e r – Ein der Bestie anheim Gefallener

T o d e s s c h l a f – Die Starre

W i d e r g e b u r t – Man beachte die Schreibweise: Nicht die "Wieder"geburt, also die erneute Geburt nach dem finalen Tode, wie die Asiaten es lehren, sondern die "Wider"geburt, die Gegen-Geburt, die Erschaffung des Vampires als Akt des Todes.


In Erwartung einer Bekundung von Ge- oder Missfallen und freudiger Voraussicht auf weitere Anregungen,


Konsul U r ä u s von den Schatten


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Aus dem OPUS Spiel:

B E K E N N T N I S S E

der Vampire des Sanktums zu Ihrem Glauben.



(Anmerkung: Diese Texte sind wie alle Texte des Vampire-Spiels und speziell der im Spiel präsenten "Dunklen Kirche" der Vampire in keinem Falle als Veralberung des christlichen Glaubens gemeint. Im Gegenteil: Da die Handlung des Spiels sich in einer fiktiven, dunkleren Version unserer Welt entfaltet, wäre es in der Tat sonderbar wenn Gott und Christentum in jener fiktiven Welt keinerlei Rolle spielen würden. Der Glaube der so genannten, durch den Verlag White Wolf geschaffenen "Lancea Sancta" stellt vielmehr den Versuch dar, nachzufühlen, wie ein Vampir seine Existenz und seinen Lebenssinn im Angesicht seines vorherigen (menschlich-christlichen) Glaubens neu zu finden erhofft. Das Spiel mit dem "Dunklen Glauben" ist also nicht mehr oder weniger lästerlich als jede andere Verarbeitung/Thematisierung christlicher Motive in Filmen, Büchern, Liedern oder (Video)Spielen)

I

Ich glaube an den Dunklen Messias,
eine einige, dunkle Kirche,
die Gemeinschaft der Geheiligten,
die Aufgabe der Verdammten
und ein ewiges Leben.

II

Ich glaube an Gott, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Longinus, den verdammten Legionär,
der Jesus am Kreuze in die Seite stach mit seiner Lanze
der ob seines Verbrechens zu Recht verdammt wurde
der durch sein Verbrechen aber das Wort Gottes erfüllte
der am Grabe Jesus Christus das Wort Gottes empfing durch den Erzengel Vehishtael
und der in seiner Verdammung das Wort Gottes erkannte.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die einige, dunkle Kirche,
Gemeinschaft der Geheiligten,
Vergebung der Sünden,
die Aufgabe der Verdammten
und ein ewiges Leben.
Amen.

III

(Glaubensbekenntnis nach dem Testament Longinus)
ICH GLAUBE AN GOTT DEN ALLMÄCHTIGEN,
DEN SCHÖPFER DES HIMMELS UND DER ERDE
ICH GLAUBE AN JESUS CHRISTUS, SEINEN
EINGEBORENEN SOHN, EMPFANGEN DURCH
DIE KRAFT DES HEILIGEN GEISTES IN DER
JUNGFRAU MARIA, DER GESTORBEN IST,
UM DEN MENSCHEN VON DER SÜNDE ZU
ERLÖSEN, UND DER AUFGESTANDEN IST
VON DEN TOTEN, UND AUFGEFAHREN
IST IN DEN HIMMEL.
ICH GLAUBE DASS LONGINUS, INDEM
ER DIE SEITE DES ERLÖSERS MIT DEM
SPEER DURCHSTIESS, SEINE HEILIGKEIT
DURCH ERFÜLLUNG DER ALTEN
PROPHEZEIUNG BEWIES, UND DASS
OBGLEICH LONGINUS FÜR SEINE TAT
ZU RECHT VERDAMMT WURDE, SEINE
VERDAMMUNG DARSELBST TEIL VON
GOTTES PLAN WAR.
ICH GLAUBE DASS JENE, DIE ALSO
VERDAMMT SIND, DIENER VON
GOTTES WILLEN SIND, AUSERWÄHLT,
DEN KUSS ZU EMPFANGEN, UM DIE
GLÄUBIGEN ZU PRÜFEN UND IHRE
INNERE HEILIGKEIT ZU ENTHÜLLEN.
ICH GLAUBE, DASS ICH FÜR MEINE
SÜNDEN VERDAMMT BIN ZUR HÖLLE,
DOCH DASS ICH DURCH MEINE
VERDAMMUNG AUF ERDEN MEINE
BESTIMMUNG IN GOTTES PLAN
FINDEN UND DADURCH VOR IHM
DOCH GNADE UND VERGEBUNG
FINDEN KANN.


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